Am Wochenende vom achten bis zum zwölften Juni 2012 trafen sich die acht Teilnehmer der Deutschen Schachjugend, welche am 39. deutsch-japanischen Simultanaustausch teilnehmen würden, zum ersten Mal mit ihrem Gruppenleiter Christian Warneke in Berlin. Neben dem Kennenlernen der Gruppe standen als Programmpunkte auch eine erste Einführung in die japanischen Sitten und Gebräuche bevor, einige Informationen über den Aufbau der deutschen Regierung und des deutschen Sportbundes, als auch das Einüben einer Gruppenpräsentation, die bei einem weiteren Vorbereitungswochenenden mit der kompletten Delegation, 108 Sportler aus den verschiedensten Sportarten, in Blossin erstmal aufgeführt werden sollte und später als Unterhaltungsprogramm bei den japanischen Sayonara-Parties dienen sollte. Sportler der verschiedensten Sportarten waren an diesem zweiten Wochenende vertreten, zusammen mit dem Leitungsteam und den Gruppenleitern. In Blossin sollten sich verschiedene Sportverbände näher kommen, mit Kennenlern-Spielen, einem Kanurennen, Sportprogramm und einer gemeinsamen Abschlussfeier, bei der die Gruppen ihre jeweilige Präsentation vorführten. Durch Zeitmangel bedingt kann nicht jede Gruppe in Tokyo ihre Gruppenpräsentation vorführen, doch die Schachjugend schaffte es mit ihrer humorvollen Interpretation der beiden Farben des Schachspiels unter die besten Acts des Abends und darf nun bei der Sayonara-Party in Tokyo ihr strumpfhosiges Talent zur Schau stellen. Auch erhielten die Teilnehmer letzte Informationen über ihre Japanreise und offene Fragen wurden so gut es ging beantwortet. Was sollte man einpacken? Wie viele Gastgeschenke braucht man? Gibt es Tabuthemen in Japan und was sind die typischen Fettnäpfchen, in die man treten kann? Zudem wurde jeder Teilnehmer in Blossin in seine offizielle Delegationsgarderobe gekleidet, die bei verschiedensten Anlässen in Japan getragen werden soll, um ein einheitliches Bild abzugeben. Ein weiteres Highlight für die Schachjugend war, dass von allen Sportlern zwei Schachspieler, Sophia und Finn, ausgewählt wurden, die Moderation der Willkommensparty in Tokyo zu übernehmen. Alles in allem waren die beiden Vorbereitungswochenenden auf jeden Fall ein voller Erfolg und alle Teilnehmer freuen sich sehr auf ihren gemeinsamen Aufenthalt in Japan und alles was sie dort erwarten wird.
Nikolas Galensowske